Alles was Du das Plantronics Explorer 50 Headset wissen solltest

Der Hersteller Plantronics mag für viele Menschen ein unbeschriebenes Blatt der hiesigen Akustiklandschaft darstellen, doch bereits ein kurzer Blick auf die Produktpalette und das Image von Plantronics machen schnell die Stellung dieses Herstellers deutlich: Vor gut 60 Jahren gegründet, hat sich das kalifornische Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt zu einer festen Größe entwickelt und liefert sowohl an institutionelle Einrichtungen und Organisationen wie die NASA als auch an etliche privat geführte Unternehmen kabellose Headsets. Diese stellen unverkennbar Plantronics Schwerpunkt dar und mit der Explorer-Reihe beispielsweise will der Akustikprofi aus Übersee insbesondere unter allen Vieltelefonierern Anklang finden.

Plantronics Explorer 50 Headset

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Ein regelrechter Bestseller aus dieser Serie ist der Plantronics Explorer 50. Auf dem europäischen Markt ist das Modell seit Anfang 2015 zu haben, in den USA bereits etwas länger. Überzeugen sollen vor allem eine einfache Bedienung und eine große Mobilität. Und tatsächlich: In einigen Onlineshops führt das 50er-Modell die Bestsellerlisten an und ist bereits Abertausende Male über die Ladentheken gewandert. Doch hält das Modell tatsächlich, was es verspricht? Oder machen andere, kostspieligere, Varianten nicht doch eine bessere Figur? In den folgenden Zeilen finden Sie einen kurzen und knappen Plantronics Explorer 50 Test, der nicht nur diese allgemeinen Fragen beantwortet, sondern Ihnen auch noch eine ganze Palette an Tipps und Tricks an die Hand beziehungsweise auf die Ohren gibt. Zwar können wir nicht mit eigens durchgeführten Studien dienen, doch zahlreiche Rezensionen und Testberichte seriöser Vergleichsportale bieten eine solide Grundlage, um ein fundiertes fachwissenschaftliches Urteil zugrunde zu legen. Ein Urteil, in dem keinerlei Werbung eingeflossen ist, denn wir haben uns der unabhängigen Berichterstattung verschrieben und lehnen sämtliche Fremdfinanzierung oder gar Kooperation mit Herstellern kategorisch ab.


Design und Verarbeitung des Plantronics Explorer 50 Headset

Ein Blick genügt, und schon ist klar: Bei dem Plantronics Explorer 50 handelt es sich um ein Headset, welches für das kabellose Telefonieren gedacht ist. Die Barrenform und der gut ersichtliche Ohrbügel könnten schon beinahe als stereotypisch für die Bauweise eines Mobilfunk-Headsets bezeichnet werden, wäre da nicht die leicht angeraute und mit einem Rautenmuster verzierte Oberfläche. Das Explorer 50 kann optisch gesehen somit aus der breiten Masse herausstechen, ohne dabei zu futuristisch und zu ausgefallen zu wirken. Neben der Standardausführung in Schwarz soll es eine weitere Variante in Weiß geben, doch diese scheint mittlerweile wieder vom Markt genommen worden zu sein, was an der vermutlich deutlich höheren Anfälligkeit für Gebrauchsspuren liegen dürfte. Die fällt bei der schwarzen Ausführung schließlich sehr gering aus, was einerseits von der Oberflächenstruktur und andererseits von der grundsätzlich unempfindlichen Farbgestaltung herrührt. Auch ganz allgemein zeigt sich das Headset sehr robust: In Plantronics Explorer 50 Tests überlebte das Modell etliche Stürze und auch auf Staub- und Sandkörner braucht der Träger keine große Rücksicht nehmen, da die Elemente mehr oder weniger spaltlos miteinander verarbeitet wurden. Einzig und allein der freiliegende – und leider nicht verschließbare – Eingangsschacht für das Ladekabel macht eine Schwachstelle aus. Ansonsten könnte das Modell durchaus die Anforderungen für eine wasserfeste Verkleidung erfüllen.


Tragekomfort und Bedienung

Neben einem ansehnlichen und dennoch dezenten Design sowie einer grundsätzlich soliden Verarbeitung überzeugt bei dem Explorer 50 die Bedienung. Verbunden wird das Modell per Bluetooth und nach einiger Recherche wird klar, dass das Modell mit einem Bluetooth-Chip der dritten Generation ausgestattet ist. So ist das Explorer 50 im Grunde genommen mit allen aktuellen Mobilfunktelefonen zu nutzen und lediglich ältere Modelle, die über eine Vorgängerversion der Blauzahntechnik auf Empfang gehen, könnten Probleme bei der Kopplung offenbaren. Ist jedoch ein aktueller Transmitter vorhanden, lässt sich das Explorer 50 nicht nur recht problemlos, sondern auch noch zweigleisig verbinden: Ohne das Gerät von einem Handy explizit zu entkoppeln, darf es unmittelbar mit einem weiteren Modell verbunden werden. Hierzu genügt das Drücken sowie Halten der Pairing-Taste. Der Verbindungsaufbau dauert grundsätzlich nur wenige Sekunden und die Übertragungsstärke soll Berichten zufolge für eine Distanz von gut sieben Metern reichen. Ein großes Lob verdient das Explorer 50 zudem für die zweiseitige Nutzoption: Zwar hat Plantronics sein Headset im Monostil gehalten, doch der Singlelautsprecher darf erfreulicherweise sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite getragen werden. Möglich macht dies der 360-Grad-Kopfbügel, der sich übrigens recht gut an beziehungsweise um das Ohr schmiegt. Der Träger wird sich dem Bügel am Ohr folglich kaum bewusst, was nicht zuletzt an dem überaus sportlichen Gewicht von gerade einmal 10 Gramm liegen dürfte. Plantronics gibt zudem an, dass sich das Explorer 50 vielseitig konfigurieren ließe, doch leider bezieht sich diese Aussage offensichtlich nicht auf den Ohrbügel, denn abnehmen oder im Winkel verstellen lässt sich dieser nicht. Für Personen mit etwas größeren Lauschern könnte die Nutzung somit etwas kompliziert beziehungsweise unangenehm wirken, doch im Großen und Ganzen fällt das Sitzgefühl doch recht trägerfreundlich aus. Vereinfacht wird die Bedienung übrigens durch einen Sprachassistenten: Sollte der Akkustand zuneige gehen, eine Verbindung hergestellt sein oder abbrechen, flüstert die freundliche Assistenzsoftware entsprechende Hinweise ins Ohr. Dies geschieht zwar nur auf Englisch, doch selbst wenige Brocken der Weltsprache reichen ohne Frage aus, um die Hinweise zu verstehen. Der Akku, ein klassischer Verbund aus Lithium-Ionen-Zellen, hält genügend Energie für 11 Stunden Nonstop-Talking bereit! Allerdings muss das Headset auch ganze zwei Stunden an der (mitgelieferten) Strippe, einem klassischen USB-Kabel mit Micro-Aufsatz, hängen, um von Null auf Hundert zu kommen.


Sound- und Sprachqualität des Plantronics Explorer 50

Da das Plantronics Explorer 50 lediglich ein Ohr abdeckt, darf grundsätzlich kein allzu differenziertes Soundbild erwartet werden. Eine Abschirmung vor Umgebungsgeräuschen, durch den Einsatz der berühmt-berüchtigten Active-Noise-Cancelling-Technologie, ist etwa aufgrund der Monogestaltung nicht gegeben, was für Autofahrer allerdings auch von Vorteil sein kann. Denn so herrscht eben keine totale Abschottung und der Straßenverkehr kann nach wie vor wahrgenommen werden. Plantronics gibt übrigens an, dass das Headset auch für die Wiedergabe von Audiosignalen, sprich für das Hören von Musik, konzipiert sei. Doch fremde Titel lassen sich, sobald nicht mehr lediglich im stillen Kämmerchen gelauscht wird, höchstens erahnen: Insbesondere der fehlende Bass fällt auf. Und dennoch: Die Wiedergabe von Stimmen klappt ohne Aussetzer und auch das eigene Mikrofon leistet gute Arbeit, denn selbst ohne Windfang & Co. beschert das Mikrofon dem Gesprächspartner sehr klare und auch noch natürliche Sprachbotschaften.

Letzte Aktualisierung am 15.10.2020 / Haftungsausschluss für Preise / Affiliate Links (Werbung) / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen. / Bilder von der Amazon Product Advertising API


Fazit

Unser Fazit zum Plantronics Explorer 50

Der Plantronics Explorer 50 Test zeigt ganz eindeutig, dass dieses Headset zurecht eines der meist verkauften Modelle seiner Klasse ausmacht. Der Erfolg resultiert vor allem aus der leichten und transportablen, zugleich jedoch erstaunlich resistenten Bauweise und der einfachen Bedienung. Lorbeeren erntet das Explorer 50 zudem für die zweiseitige Nutzfunktion und der Akku ist ebenfalls nicht zu verachten. In puncto Soundqualität mag das Modell zwar nur bedingt überzeugen, doch da das Explorer 50 in erster Linie auf Telefonate ausgerichtet ist, tut dies dem Einsatz keinen Abbruch. Etwas schwerer wiegen da schon die veraltete Bluetooth-Technik und der recht lange Ladezyklus. Angesichts des fairen Preises unterhalb der 20-Euro-Grenze dürfen Sie jedoch mit gutem Gewissen zu dem 50er-Modell der „Forscher-Reihe“ von Plantronics greifen.